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Ergebnisse - Wintervögel Zählaktion im Siedlungsbereich 21/22

Buchfink, Kohlmeise, Italiensperling - auf ersten 3 Plätze!

Bei der südtirolweiten "Stunde der Wintervögel" haben 68 Vogelfreunde an 3 möglichen Wochenenden in 38 Gemeinden, insgesamt 52 Vogelarten beobachtet.

In der Gemeinde Brixen beteiligten sich besonders viele Vogelbegeisterte, den zweiten Platz teilen sich  Bruneck und Eppan und den dritten Platz Lana zusammen mit Meran.

Diese 38 südtiroler Gemeinden haben fleißig mitgemacht:

Auer, Bozen, Brixen, Bruneck, Eppan, Feldthurns, Gargazon, Jenesien, Kaltern, Kastelbell-Tschars, Kastelruth, Kiens, Laas, Lana, Lüsen, Margreid, Marling, Meran, Moos in Passeier, Natz Schabs, Olang, Pfitsch, Ritten, Salurn, Schenna, Schlanders, Schnals, St. Leonhard in Passeier, St. Martin in Thurn, St. Ulrich in Gröden, Terenten, Terlan, Tisens, Tramin, Ulten, Vahrn, Villanders, Welsberg;

Die Rangliste unter den Vogelarten führt der Buchfink als häufigste beobachtete Vogelart an, gefolgt von der Kohlmeise und Italiensperling.

Die Meisen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr etwas erholt, auch der Grünfink wurde bei der diesjährigen Zählaktion etwas häufiger beobachtet. Beide Vogelarten kämpften in den letzten Jahren immer wieder mit verschiedene Erreger, welche sicher auch mitverantwortlich für deren Rückgänge waren.

Laut NABU befiel im Frühjahr 2020 in Deutschland das Bakterium "Suttonella ornithocola" besonders viele Blaumeisen, weniger auch andere Meisenarten. Auch der Grünfink kämpft laut NABU immer wieder mit dem Erreger "Trichomonas gallinae“. Der Grünfink scheint sich nur sehr langsam zu erholen, für Mensch und Haustier besteht jedoch keine Gefahr!

Genauso wie in Deutschland konnte auch bei uns ein leicht steigender Trend des Aufenthaltes der Waldvögel im nahen Siedlungsbereich beobachtet werden, dabei war die Tannenmeise am häufigsten zu beobachten. Der Wetterumschwung sowie geringere Mengen an Baumsamen im Wald könnten laut NABU dafür verantwortlich sein.

Diese Zählung ist immer eine Momentaufnahme, welche sich ständig ändert. Der Zuzug vieler Vogelarten aus anderen Gebieten spielt dabei eine erhebliche Rolle unserer Zahlen!

Dies sehen wir heuer genauso wie in Deutschland an den Zahlen der Wintergäste welche bei uns häufig in größeren Schwärmen unterwegs sind, wie z.B. der Erlenzeisig, dieser wurden im Vergleich zur letzten Zählung weniger beobachtet, was sicher auch mit der Wetterlage in den nördlichen Gebieten und daraus resultierenden Nahrungsangebot zusammenhängt.

Insgesamt zeichnet sich in den letzten Jahren trotz leichter Erholung mancher Vogelarten bei der heurigen Zählung, ein stetiger leichter Negativtrend der Individuenzahl pro Vogelart und Vogelarten pro Garten ab.

Um auch den Vogelarten in unserem Siedlungsgebiet zu helfen kann jeder von uns etwas tun, bereits mit der Gestaltung unseres Gartens und unserer Umgebung können wir viel entgegenwirken, auch in kleinen Gärten, Ecken und Winkeln kann viel getan werden – die Hilfe beginnt bereits auf dem Fensterbrett und Balkon!

 
Karte von NordNordWest Karte von NordNordWest

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft für Vogelschutz und Vogelkunde EO
Muredastr. 22
39046 St. Ulrich (BZ)
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St-Nr. 82013350218

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